Artenschutz in Siedlungsnähe

In unseren Städte und Gemeinden teilen wir uns oft den gemeinsamen Lebensraum mit vielen wildlebenden Tieren. Türme dienen z.B. als „Ersatzfelsen“ für Turmfalken und Mauersegler oder  Wohnbauten als Höhlenersatz für Fledermäuse. Auf buntblühenden Wiesen, in Kleingärten und Parks finden Falter und Wildbienen ihre Nahrung.

Durch energetische Sanierung unserer Gebäude aber auch übertriebenen Ordnungssinn mit zunehmender Versieglung von Flächen, Fällen alter Bäume, auch wenn keine unmittelbare Gefährdung besteht, kurzgeschorenem Rasen und vielem mehr verschwindet zunehmend die biologische Vielfalt aus unseren Städten und Gemeinden.

Mit vielen kleinen Hilfsmaßnahmen wirken wir dem entgegen z. B. mit dem Anbringen von Nisthilfen für Turmfalken und Singvögel, dem Einbau von Fledermauswänden in Türmen und Lagerräumen oder dem Aufstellen von Insektenhotels für Wildbienen in der Nähe von bunten Wiesen.

Dazu gehört auch die Umweltbildung zur Überzeugung der Gemeinden zu einer späten Mahd nach dem Abblühen von Grünflächen im Siedlungsraum und in Parks. Ein Beispiel ist die späte Mahd der Wiesen im Schlosspark Schlettau für blütenbunte Frühlingswiesen mit Märzenbecher, Scilla und Krokus und ein gerade geplantes Gemeinschaftsprojekt mit dem LPV „Zschopautal/ Flöhatal“ für mehr Natur im Siedlungsgrün in Olbernhau.