Historisches zur Landnutzung

Gewusst wie?!

Bis in das letzte Jahrhundert hinein waren Dörfer sehr stark durch die umgebende Landschaft geprägt. Sie lieferte alles zum Leben nötige – Nahrung, Energie, Rohstoffe, Baumaterial. Das Wissen über den richtigen Umgang damit wurde als Existenzgrundlage mit den Höfen, Feldern und Wäldern „vererbt“.
Heute ist der Mensch scheinbar unabhängig von seiner Umgebung – auch auf dem Dorf. Wasser und Energie werden in Leitungen geliefert, Straßen führen in alle Richtungen, die Ernährung sichern Supermärkte, Abwasser und Jauche werden durch Rohre „entsorgt“. Mit dem Gebrauch der Ressourcen hat sich auch das Wissen der Menschen darüber gewandelt. Vieles ist nicht mehr in Übung und schwindet aus dem Bewusstsein. Aber das schleichende Verschwinden dieses Gebrauchswissens wird immer stärker als Verlust erkannt.

Ein Gemeinschaftsprojekt des Naturparks „Erzgebirge/Vogtland“ mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) Westerzgebirge – gefördert vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) - zur Dokumentation historischer Landnutzungsformen soll dem entgegenwirken.

Neben Archivrecherchen und Literaturstudien sind auch Interviews und Berichte von Zeitzeugen Teil einer umfangreichen Dokumentation, die in den Geschäftsstellen des Naturparks „Erzgebirge / Vogtland“ in Schlettau (TEL 03733 – 622106) und des LPV Westerzgebirge in Schneeberg OT Lindenau (TEL 03772 – 24879) zur Ansicht parat liegt.

Interessenten können sich auch unter www.gebrauch-landschaft.de informieren oder gegen Erstattung des Portos eine zusammenfassende Broschüre „Vom Gebrauch der Landschaft im Westerzgebirge im Wandel der Zeiten“ (A5, 64 Seiten) zuschicken lassen.