Lohnenswert ist ein Rundgang durch die 1496 gegründete alte Bergstadt
Annaberg am Westhang des Pöhlbergs, einer ca. 832 m hohen Basalterhebung.
Zahlreiche Silbervorkommen veranlassten Herzog Georg den Bärtigen eine
"Neustadt am Schreckenberg" zu gründen, die 1501 in Annaberg
umbenannt wurde.
Ausgangspunkt des
Rundganges ist der Marktplatz mit dem im 18. Jh. erbauten Rathaus, ein 70
m x 100 m fast ebener Platz, den bis zum Sommer 1944 das
Barbara-Uthmann-Denkmal zierte. Die zwei großen Einkaufsstraßen der
Innenstadt laufen am Markt zusammen und man kann einen wunderbaren Blick
hinauf zur St. Annenkirche, bekannt nach der Schutzpatronin der
erzgebirgischen Bergleut´, genießen.
Der Rundgang führt an
zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Bergstadt vorbei, so z. B. an der
Bergkirche St. Marien (1688), an den Ruinen des 1604 ausgebrannten
"Franziskanerklosters", an den Resten der alten Stadtmauer, dem
"Eduard-von-Wintersteintheater" (1893), welches Schauspielhaus
und Musiktheater vereint, dem Geburtshaus des Komponisten Heinrich Köselitz
(1854 - 1918) und dem nach ihm benannten Platz, der Trinitatiskirche, die
mit dem jährlichen stattfindenden, größten Volksfest des Erzgebirges,
der "Annaberger Kät", eng verbunden ist.
Als Höhepunkt sollten Sie
sich eine Besichtigung des Wahrzeichens der Stadt, der St. Annenkirche,
nicht entgehen lassen. Einen weiteren Besuch lohnen das Erzgebirgsmuseum
mit seiner umfangreichen Sammlung an Gegenständen und geschriebenen
Zeugnissen zur Geschichte, Kunst und Kultur der Bergstadt und des
Erzgebirges, und das Museum "Adam-Ries-Haus" mit persönlichen
Dokumenten des Rechenmeisters Adam Ries (1492 - 1559). Neben den
zahlreichen sehenswerten baulichen Denkmälern der Stadt kann der
Wandersmann ebenso wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Umgebung,
die die markanten Reliefformen des Erzgebirges aufweist, genießen.
Die Erkundung dieses Rundganges lohnt sich ohne Zweifel.
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